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James Licini - Der Stahlbauer

Im Werk von James Licini gibt es keinen Schörkel, keine unnötige Zutat, keine einzige dekorative Schraube. Seine Eisenplastik ist das Medium der unbegrenzten Formdifferenzierung und räumlichen Expansion.

Im Unterschied zu vielen seiner Kollegen hat James Licini zwischen Leben und Kunst nie eine Grenze gezogen. Seine Kunst ist haargenau so, wie er lebt. Der junge Licini arbeitete als Arbeiter; als Arbeiter stieg er am Wochenende in den Boxerring und als Arbeiter begann er Kunst zu "machen". Der Rebell fuhr schwere Motorräder, liess sich mit einem Nagel die Unterarme tätowieren und war trinkfest wie kein Anderer. Er teilte mit James Dean nicht nur den Vornamen.

Man muss in Betracht ziehen, dass dieser Künstler nicht den traditionellen Weg beschritten hat, keine Akademie, keine Kunsthochschule. Nur eine Kunst, die mit der eigenen Lebenserfahrung übereinstimmt und aus ihr abgeleitet ist, kann nach seiner Auffassung wahr und gültig sein. Licinis Kunst ist der permanente Versuch, aus der eigenen Lebensrealität geschöpften Erkenntnissen in möglichst einfachen Formkonstellationen absolut klaren Ausdruck zu verleihen.

Kein Schnörkel, kein Ornament, absolut nicht Überflüssiges. Nichts als das Notwendige. Nur sich selbst - ernst, sachlich, ehrlich: Der Stahlbauer Licini ist ein grosser Plastiker

 

Zuletzt aktualisiert am Dienstag, 14. Juli 2009 um 09:12 Uhr