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Der Landvogt auf Kiburg, zu dessen Grafschaft auch Hermikon gehörte, hatte sich wenig mit Hermikon abzugeben. Das Dörfchen führte als entlegener Zipfel der Grafschaft (die Grenze zu Schwerzenbach war zugleich Herrschaftsgrenze zwischen Kiburg und Greifensee) ein idyllisches Eigenleben. Handel und Wandel waren viel mehr nach dem nahen Dübendorf gerichtet, wo man kirchlich hingehörte. Die Dübendorfer Behörden hatten jedoch nichts in Hermikon zu verrichten. Diese Selbstständigkeit wusste sich Hermikon sogar über die grossen Umwälzungen von 1798 bis 1815 zu erhalten. Es wurde zwar Bestandteil der politischen Gemeinde Dübendorf, behielt aber bis 1926 als kleine Zivilgemeinde einen Rest eigenständigen Gemeindelebens. Das eingeschlossene Areal umfasst ca. 12000 a und ist somit etwa zwei- bis dreimal so gross wie das Gemeindegebiet des Gfenn, das als kurzes Band zwischen Hermikon und dem grossen Ried eingeschoben war.
Zuletzt aktualisiert am Freitag, 06. Februar 2009 um 16:54 Uhr